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Freitag, 17. Mai 2013

"Seelenriss" von Hanna Winter

Bildquelle: Verlag 
 

Titel: Seelenriss
Autor: Hanna Winter
Verlag: Ullstein
Taschenbuch: 319 Seiten
Deutsche Erstveröffentlichung: Februar 2013
ISBN: 978-3-548-28367-8
Kaufen bei Amazon oder reBuy
 
 
Inhalt:
In Berlin passiert ein brutaler Selbstmord. Lynn Maurer hat sich Salzsäure übers Gesicht gekippt und kurz danach aus dem Fenster gesprungen. Jedoch der Kommissar Wulf Belling schaltet sofort die Profilerin Lena Peters mit ein. Als sie die selbe Morddrohung findet, welche sie selbst vor ein paar Tagen erhalten hatte, passieren die Ereignisse in laufend schnelle. Es geschehen weitere Morde, immer mit der gleichen Tat. Aber die Polizei fandet im Dunkeln. Jeder Spur, die sie verfolgen, ist eine Sackgasse. Keiner der Opfer kannte den Anderen, oder hatten auch mit denen keine gemeinsamen Sachen am laufen. Und wieso bekommt ausgerecht Lena so eine Morddrohung? Schaffen sie es noch rechtzeitig den Mörder zu finden, bevor es Lena verwischt?
 
 
 
Meine Meinung:
Das Cover vom Buch finde ich wirklich schön. Es hat so mit der Geschichte nichts zutun, jedoch finde ich, dass schon allein das Bild zum Lesen anregt. Der Titel "Seelenriss", sowie der Name  der Autorin sind leicht hervorgehoben, wenn man mit dem Finger darüber streicht. Was ich persönlich als eine schöne Idee finde.
 
Der Schreibstiel der Autorin ist sehr einfach und somit kann man flüssig mitlesen. Sie schreibt in kurzen Abschnitten/Kapiteln aus der Sicht von Lena, die den Mörder Jagd. Teilweise kommen auch mal Kapitel vor, wo es aus der Sicht des Täters, sowie vom Kommissar Wulf Belling geschildert wird. Das alles ist sehr hilfreich, damit man auch gut mitkommt. Was dazu auch mithilft,  ist dass jedes Kapitel seine eigne Situation ist. Die weiterführenden Kapiteln bauen darauf auf, aber genau so, dass man auch gerne mal eine kurze Pause einlegen kann. Wenn es einen Wechsel zwischen dem Täter und Lena gibt, spielt es im gleichen Zeitraum.
 
Auch an Spannung fehlt es an diesem Buch nicht. Seit dem Prolog, wo der erste Mord passiert ist und die Kapitel darauf auch aufbauen, nimmt die Spannung immer mehr zu. Kurz vorm Schluss wird es nochmal richtig spannend, aber man merkt auch, dass es schon etwas nachlässt.
 
 
Die Hauptprotagonisten ist Lena Peters:
Lena ist Profilerin, wird jedoch schon gleich sofort an einem Tatort gerufen, bevor mehrere Morde überhaupt begannen wurden. Als sie am Tatort die gleiche Morddrohung findet, die sie auch selbst hat, kämpft sie um die Zeit. Die Zeit ihres Lebens, aber auch mit der Deadline für diesen Fall.
Man merkt anhand von der Schreibweise über Lena, aber auch ihre Denkweisen, dass sie zwar eine "zierliche" Frau ist, aber mit einem harten Kern. Sie gibt nicht auf und schaut sich jede Sichtweise an, damit sie aufs Ergebnis kommt. Aber nicht nur die Morde, sondern auch andere Ereignisse bringen Lena immer etwas ins Schwanken, was sie aber dann gleich wieder meistert.
 
Der Kommissar Wulf Belling vertraut Lena schon seit längeren. Er weiß, dass man sich auf sie verlassen kann. Auch in diesem Fall, wo sie selbst mitbetroffen ist, macht er sich Sorgen um sie und beschützt sie, so gut es geht. Aber auch in seinem Privatleben geht es etwas drüber. Ob er alles schafft?
 
Vom Täter bekommt man auch sehr gute und viele persönliche Eindrucke mit. Wie er lebt, wieso er so handelt, und dass er auch vor nichts Angst hat und alles tut, um seinen Plan in Erfüllung zu setzen.
 
Da teilweise aus der Sicht vom Täter geschrieben wird, denkt man nicht all zu viel nach, wer der Täter überhaupt ist. Man fiebert eher mehr darum, wann sie es schaffen, ihn aufzuhalten. Mit dem Ende an sich kann man so nicht ganz rechnen. Aber mich hat es schon irgendwie gestört. Ich selbst hatte eher das Gefühl, es muss nun zu Ende gehen und man schreibt es nun so hin. Andere Situationen wahren spannender als der Schluss, was ich sehr schade finde.
 
 
 
Fazit:
Von der Story her, wie die Morde passieren und die Ermittlungen sind, einfach genial. Es ist ein sehr spannender Thriller und ich konnte selten das Buch zur Seite legen. Manchmal war ich schon etwas traurig, warum nicht gleich sofort berichtet wird, wie die Tote aussieht. Erst einige Kapitel danach. Da ich leider vom Schluss schon ein wenig enttäuscht bin, da ich finde, dass dort die Spannung schon auf ihrer Weise leicht zurück geht und mir auch so dieses gewisse "Etwas" fehlt, vergebe ich nur

4 von 5 Sternen

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Bemerkung:
Dieses Buch hab ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen.
Somit wollte ich ein großes Dankeschön zur Bereitstellung dieses Buch an Lovelybooks sowie dem Ullstein-Verlag widmen.

Außerdem findet ihr diese Rezension auch bei Lovelybooks.

Dieses Buch hab ich für die"Hauseigene Buchstaben-Challenge", sowie "Auf die Hohe Kante" - Challenge 2013 gelesen. 

Sonntag, 12. Mai 2013

"Mörderische Schärennächte" von Viveca Sten

Bildquelle: Verlag


Titel: Mörderische Schärennächte - Ein Fall für Thomas Andreasson
Autor: Viveca Sten
Klappenbroschur: 416 Seiten
Deutsche Erstveröffentlichung: April 2013
ISBN: 978-3-462-04528-4
Kaufen bei Amazon oder reBuy
 
 
Inhalt:
In einem Studentenwohnheim, in Schweden, wird ein Student tot aufgefunden. Selbstmord durch Erhängung. Jedoch so ganz glaubt Thomas dieses nicht. Bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass sich dieser junge Student mit der Küstenjägerzeit im Raum 1970 beschäftige. Was jedoch seltsam ist, dass nun ein ehemaliger Küstenjäger nach den Anderen tot aufgefunden wird, und zum Teil immer mit der selben Durchführung und Mitteln. Nun steht es fest, der Student hat keinen Selbstmord begangen und Thomas und sein Team enthüllen bei den weiteren Morde ein schlimmes Geheimnis auf, was damals bei Militär der Küstenjäger passiert ist.
 
 
 
Meine Meinung:
Das Cover von Buch ist sehr schlicht. Jedoch zeigt es ein skandinavisches Häuschen und somit gibt es den Leser schon den ersten Eindruck, wo es nun genau spielt. Es ist eine Abend-/Dämmerungsaufnahme, was ich schon etwas schade finde, weil das Buch somit etwas dunkel rüber kommt.
 
Im Buch findet man auf den ersten paar Seiten Landkarten von den Inseln, wo sich der Krimi abspielt. Diese Idee fand ich echt klasse, denn so kann man ab und zu mal zurück blättern und nachschauen, wo man sich gerade befindet. Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass nirgends erwähnt wird, um welches Land es sich genau handelt. Nur auf einen kleinen Teil der Karte findet man die Stadt Stockholm und somit weiß man, es muss somit Schweden sein.
 
Der Schreibstil ist sehr einfach. Unteranderen wird auch viel in Prologen untereinander geschrieben, so dass die Seiten wie im Flug weggelesen werden. Es wird immer aus der Sicht des einzelnen Charakter erzählt und ist in kurzen Kapiteln unterteilt. Für meinen Geschmack sind die Kapitel teilweise viel zu kurz. Um an Anfang muss man sich erst mal an diesen schnellen Wechsel der Charakter und Situationen dran gewöhnen, aber wenn man erst einmal drin ist, kommt man super voran.
 
Das besondere an diesem Buch sind die Tagebucheinträge vom Jahr 1976. Dort wird geschildet, wie die Ausbildung bei den Küstenjägern vonstatten geht. Am Anfang war dieses sehr verwirrend, aber nach dem ersten Drittel des Buches versteht man immer besser, warum diese erwähnt werden und nachher ist man schon leicht süchtig nach den Einträgen.
 
Die Protagonisten sind einmal Thomas und teilweise Nora:
Thomas ist der Ermittler. Der nach einen großen Unfall wieder ins Berufsleben starten und somit gleich einen großen Auftrag hat. Er ist immer skeptisch und stellt alles in Frage, wo andere die Sachen schon längst abgehackt haben. Dadurch kommt auch erst die Spannung auf. Auch in seinem Privatleben ist in der Vergangenheit schon einiges geschehen und dieses wird in diesem Buch auch wieder positiv.
 
Nora ist eine alte Freundin von Thomas, die sich seit der Kindheit schon kennen. Sie spielt am Anfang noch nicht so eine wichtige Rolle und man fragt sich auch, warum sie oft erwähnt wird. Ab den ersten Drittel des Buches kommt sie dann mit ins Spiel und muss für Thomas einige Erkundungen machen. Aber auch sie hat in der Vergangenheit so einiges schlechtes erlebt und in diesen Buch wird auch gut beschrieben, wie sie wieder auf die Beine kommt.
 
Ein anderer wichtiger Charakter in diesem Buch ist Margit, Thomas seine Partnerin. Ohne ihr Skepsis, Hilfe und Fürsorge wäre das Buch nicht all zu spannend und interessant, wie es nun ist. Die Beiden stellen ein gutes Team zusammen dar.
 
Die anderen wichtigen Charaktere sind die ehemaligen Küstenjäger. Die in ihren Kapiteln kurz, aber auch gründlich erwähnt werden, und auch sehr gut bildlich von ihren Erfahrungen sprechen.
 
 
Mit dem Ende des Buches kann niemand so schnell rechnen. Man hat schon seine Vermutungen und manchmal ist man schon der Meinung, man weiß es, wer es war, weil sich die Geschichte dann auch so wendet. Aber dann ein Kapitel weiter, ändert sich alles schlagartig und man steht wieder im Dunkeln.
 
Das Buch ist nun schon der 4. Fall für Thomas Andreasson. Ich selbst kenne leider keine vorherigen Bücher und somit ist es meine Meinung, dass man es am Anfang schon etwas schwer hat, in die Geschichte rein zu kommen. Man brauch schon sehr viel Geduld, besonders am Anfang, wo alles sehr verwirrend ist, mit den Rückblenden. Aber wenn man drin ist, weiß man auch recht gut, was vorher passiert ist, so als ob man selbst die vorherigen Bücher gelesen hat.
 
 
 
Fazit:
Es ist wirklich ein toller Schwedenkrimi, der immer spannender wird und zum Schluss schon fast explodiert. Wie schon bereits erwähnt, finde ich es einfach super, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer der Mörder ist und warum er diese Morde begeht. Der Anfang war für mich leicht verwirrend, besonders wegen den kurzen Kapiteln und den Tagebucheinträge. Von der Geschichte her, ist es einfach super. Eine tolle Idee. Wo man auch etwas in Grübeln kommt, ob so etwas nicht auch im wirklichen Leben statt gefunden hat. Ich kann nur jeden dieses Buch empfehlen, und ich selbst werde mir nun auch noch die vorherigen Bücher holen.
Dieses Buch bekommt von mir

4 von 5 Sternen

 
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Die Reihe von Thomas Andreasson:
"Die Toten von Sandhamn" von Viveca Sten
"Tod im Schärengarten" von Viveca Sten
"Tödlocher Mittsommer" von Viveca Sten
"Mörderische Schärennächte" von Viveca Sten



Bemerkung:
Dieses Buch hab ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen.
Somit wollte ich ein großes Dankeschön zur Bereitstellung dieses Buch an Lovelybooks sowie dem Kiepenheuer & Witsch-Verlag widmen.

Außerdem findet ihr diese Rezension auch bei Lovelsbooks.

Dieses Buch hab ich für die "Auf die Hohe Kante" - Challene 2013 gelesen.

 



Samstag, 13. April 2013

"Das Buch der Vampire - Bleicher Morgen" von Colleen Gleason

Bildquelle: Verlag
 
 
Titel: Das Buch der Vampire - Bleicher Morgen
Autor: Colleen Gleason
Verlag: blanvalet
Klappenbroschur: 416 Seiten
Deutsche Erstveröffentlichung: Juni 2009
ISBN: 978-3-442-37270-6
Kaufen bei Amazon oder reBuy
 
 
Inhalt:
Victoria ist die jüngste Vampirjägerin/Venator in der Familie Gardella. Zusammen mit ihrer Tante Eustacia und ihren Lebenspartner Kritanu haben sie sie in den Künsten der Vampirjagd eingelernt.
Als dann ihr großes Debüt kommt, und somit nach langer Trauer um ihren Vater, auf Brautschau gestellt wird, ist es auch ihre große Aufgabe, ihren ersten Vampir zur Strecke zu bringen, ohne dass die Anwesenden etwas mitbekommen. Dabei stößt sie unweigerlich den Venator Maximilian in die Arme. Diese müssen von nun an in einem Team zusammen arbeiten, was Beiden nur misslingt. Denn die Vampirkönigin Lilith, die Dunkle, will in den Besitz 'das Buch des Antwartha' kommen, wo sie über eine größere dunkle Macht verfügt. Jedoch lernt Victoria auf den ganzen Bällen ihre große Liebe, Phillip Rockley, kennen. Kann sie gleichzeitig mit ihrer Liebe glücklich werden, Vampire jagen und verhindern, dass Lilith 'das Buch des Anwartha' bekommt?
 
 
 
Meine Meinung:
Allein das Cover hat mich zum Kauf des Buches inspiriert. Es ist durch seine beiden Farben und deren Farbspiel sehr schön gestaltet und hat trotzdem etwas "dunkles" an sich. Die Stadt, die unten abgebildet ist, würde meine Entsprechungen nach London sein, wo diese Geschichte auch statt findet.
 
Der Schreibstil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Da man leider nicht erfährt, in welchen Zeitalter diese Geschichte spielt, und somit nur mit der Ausdrucksweise der Charaktere sowie die Ansicht, dass sich die Leute mit Kutschen statt Autos fortbewegen, auf den Entschluss gekommen, dass es wohl im 18. Jahrhundert statt finden muss. Aber wenn man sich erst mal an den Schreibstil/Ausdrucksweise der Charaktere drangewöhnt hat, ist es sehr einfach und auch leicht geschrieben. Auch die Sichtweise der Charaktere ist in Kapiteln abgetrennt, so dass keine Verwirrung erfolgt und man gut mitkommt.
 
Die Protagonisten sind einmal Victoria und Max:
Victoria muss sich als neusten und jüngsten Mitglied der Venatoren in der Familie Gardella beweisen. Welches Vermächtnis sie ohne Reue und Zweifel annimmt. Die Vampirjagd macht ihr Freude, auch wenn immer Risiken mit im Spiel stehen. Sie muss sich jedoch immer wieder neue Ausreden einfallen lassen, um von den Bällen zu gehen. Aber als sie ihre Liebe Phillip Rockely kennen lernt, kommt bei ihr alles ins Schwanken.
 
Max ist einer der mächtigsten Venatoren, der Victoria helfen muss, der Vampirkönigin Lilith, die Dunkle, das Handwerk zu legen und zu verhindern, dass sie das Buch des Antwartha bekommt. Auf seine Gewisse Art und Weise ist er Victoria gegenüber sehr kühl, aber wenn es auf ihn ankommt, hilft er, wo er nur kann.
 
Beide Protagonisten sind sehr gut beschrieben, so dass man sich auch gut in ihre Lage versetzen kann, sei es gefühlsmäßig, ob im Kampf, im Misstrauen oder im Necken.
 
Die weiteren Charaktere sind im Buch auch eine wichtige Rolle, um bei den entsprechenden Szenen auch perfekt beschrieben.
 
 
 
Fazit:
Am Anfang war ich doch etwas skeptisch, da das Buch "Das Buch der Vampire" heißt, aber eigentlich um eine Vampirjägerin handelt. Aber an sich eine super Idee und somit mal etwas anderes, als die üblichen Vampirromane.
Wie ich schon oben im Schreibstiel bemängelt habe, finde ich es sehr schade, dass nirgends erwähnt wird, in welchen Zeitalter es sich handelt. Allein an ihren Ausdrücken und das sie mit Kutschen fahren, kommt für mich der Entschluss, dass es sich um das 18. Jahrhundert handelt. Auch wiederrum finde ich es sehr schade, dass man nirgends erfährt, wie alt Victoria ist. Man weiß nur von ihren 2 Trauerjahren und somit ihren verspäteten Debüt für die Brautschau der Gentleman.
Auch wenn zwischen drin ein paar Szenen waren, sie sich etwas langegezogen haben oder man hinterher dachte, was sollte das überhaupt, hab ich es geliebt, dieses Buch zu lesen. Für mich ist er ein guter Start einer neuen Reihe und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

4 von 5 Sternen

 
 
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Bemerkung:
 
Dieses Buch hab ich für die Fantasy-Lesechallenge 2013 und "Auf die Hohe Kante" - Challene 2013 gelesen.
 
Außerdem findet ihr meine Rezension auch bei Lovelybooks.